2.2.Erster Kontakt
Die M4A1 selber steckte in ein einer recht bunten Kartonverpackung, die auch innen mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen Blau fortfuhr. In Mitten dieses Blaus lag sie dann. Das Magazin, BB's, Sling und Putzstab waren unter dem blauen Karton versteckt.

2.3.Feeling
Im Karton machte sie schon einen recht robusten Eindruck (Maßstab 1:1), trotzdem war ich überrascht wie leicht sie doch war. Sie liegt aber auf jeden Fall gut in der Hand. Leider ist sie etwas frontlastig, da der Stock so gut wie nichts wiegt. Das ABS des Bodys ist im matten grau gehalten und ist gut bis sehr gut verarbeitet. Handguards, Outer-Barrel, Griff und Schaft sind schwarz und nicht so matt wie das grau. Zu den Metallteilen komme ich später.


2.4.Bedienung
Der Feuerwahlhebel rastet an der "Safe"- und "Autoposition- mit einem kleinen "klick" ein, in der Semiposition allerdings nicht. Da es sich hier eh um eine Spring handelt, empfehle ich den Hebel beim Feuern immer auf "Auto" zu stellen, da es sonst passieren kann dass man nun aus Versehen mal hinkommt und dann die Waffe im ungünstigsten Moment gesichert ist.

Das Nachladen erfolgt über den Repetierhebel oben am CarringHandle. Da der Hebel aus Metall ist, das Spannen der Feder doch einige Kraft benötigt und das Zurückschnalzen lassen unglaublich atmosphärisch wirkt ist es jedes Mal ein Genuss die Feder zu spannen, da die Feder aber zu frei hängt klingt sie etwas nach.
Normalerweise sollte der Magazinauswurf dabei aufgehen, allerdings passiert dies leider nicht immer. Des Weiteren ist die Klappe des Magazinauswurfes nur durch einen Metallstift befestigt, so kann man, wenn man Pech hat, die Klappe schnell mal im Skirm verlieren.
Der Forward Assist ist auch "reindrückbar", erfüllt aber keine Funktion.

Ist die Feder gespannt und die Waffe entsichert wackelt auch der Abzug wie bei manchen anderen Softairs nicht! Auch gibt er nicht nach wenn man geringfügig Kraft ausübt. Der Abzug kennt nur zwei Stellungen, und das ist gut so.

Die Schulterstütze ist tatsächlich in 6 Stufen verstellbar und rastet gut ein, das macht sie passend für Jedermann.
Um das Magazin zu entnehmen muss man (normalerweise) mit dem Zeigefinger auf den M4 typischen Knopf drücken und das Magazin fällt schon fast von alleine heraus.

Was noch ganz nett ist, dass man zB. wenn man dickere Handschuhe an hat beim Abzug die Platte unten öffnen kann (auch wie beim Original). Macht sich gut und ist auch noch praktisch.

2.5.Visierung
Auf die Zeilerfassung / Visierung wurde bei der M4A1 Carabine sehr viel Wert gelegt. Die Kimme lässt sich sowohl horizontal als auch vertikal millimetergenau verstellen, genau wie beim Original. Auch kann man sie "umklappen", so dass man eine Kimme mit großen auf kleinere Entfernungen, und eine mit kleinerem Loch für größere Entfernungen hat.
Die Kimme selbst ist auf einer horizontalen Schraube "gelagert", wodurch sie sich gut seitwärts verstellen lässt.
Bei der Vertikalen Verstellung hebt und senkt sich ganz einfach das kleine "Podest" der Visierung (gut zu sehen durch den schwarz/grau Kontrast des ABS), und es klickt dabei immer wie beim Rädchen eines Tresors.


3.Verarbeitung und Optik
3.1.Verarbeitung und Optik der Waffe
Die M4 ist sehr nah an das Original angelehnt. Das macht sie auf jeden Fall besser als zum Beispiel die R6 von Well. Aber wo doch so viel Originalgetreues dabei ist wie Body, Forward Assist, Visierung, Hülsenauswurf (und auch die Verbindung zwischen Body und Schaft, wieder im Gegensatz zur R6) "verbocken" es die Hersteller es doch glatt sie wirklich authentisch zu machen: Ein unschönes Schüttelmagazin und das von außen einstellbare HopUp "versauen" der M4A1 Carbine ledier die 1:1 Nachbildung (Von den Umarex und GSG Markings abgesehen).


Weitere Mängel sind nicht weit: So wackelt der Hebel zum Verstellen der Schulterstütze (wenn man ihn feststellen will rastet der Schaft nicht mehr an seinen Positionen ein), der silberne Plastik Ring am Lauf passt nicht zum Gesamtbild und die fordere Öse zum befestigen eines Slings ist an der Seite angebaut (warum auch immer).
Das wird wohl eins der ersten Reviews sein, bei denen die Metallteile als negativ bewertet werden. Die Metallteile sind einfach schlecht gearbeitet. Sieht aus wie, pardon, "zusammengestampftes" Altmetall.
Da kann doch der Hersteller statt 10 Cent für das Metall 1€ ausgeben und die AS-Spieler würden sich darüber freuen.
Wie auf den Bildern zu sehen, stößt sich das Metall von der Optik her sehr von dem gut verarbeiteten ABS (Nur wenige Gussnähte sind zu erkennen, das Schwarz glänzt bloß leider etwas zu stark) der ASG ab. Dadurch wird das Gesamtbild getrübt, was mich persönlich recht stört. Bei meiner M4A1 Carbine habe ich inzwischen in Eigenarbeit alle Metallteile abgeschliffen, neu grundiert und schwarz lackiert. So hätte es von Anfang an sein müssen ... naja.
Wenigstens ist das ABS schön gegossen und nur wenige Gussnähte sind zu erkennen. Das Schwarz glänzt bloß leider etwas zu stark.
3.2.Verarbeitung und Optik des Magazins
Das Magazin ist, wie schon erwähnt, ein Schüttelmagazin. Der BB Speicher fasst ca. 300 Kugeln, feuerbereit dann ca. 40. An beiden Längsseiten ist eine Gussnaht zu sehen. Auf einer Seite befindet sich eine Seriennummer und 6 kleine Schrauben halten das Magazin zusammen.
Mir persönlich gefallen Schüttelmagazine noch weniger als Highcaps, sie rascheln nicht nur, sondern die Linie von Kugeln an der Seite sieht auch nicht schön aus.
Dafür hat man halt immer ne Menge Kugeln dabei und kann dann auch mal ruhig ohne Ersatzmagazine spielen.


Nettes Detail:
Am "Boden" des Magazins ist wie beim Original "CAL. 5,56 MM" eingraviert.

Für alle, die nicht wissen wie Schüttelmagazine benutzt werden, hier eine kleine Anleitung:
Oben die Abdeckung aufschieben (Vorsicht: Scharfe Kanten … aua …) und Kugeln einfüllen.

Klappe wieder schließen und das Magazin auf den Kopf drehen.
Feder nach unten ziehen und einrasten.

Der Name sagst: Nun ist Schütteln dran, also das Magazin leicht auf und ab bewegen sodass die Kugeln vom Reservoir durch ein kleines Loch kurz vor dem Einrastpunkt der Feder in die "Leiste" kommen.
Ist die Leiste voll, Feder zurückschnalzen lassen.
Fertig!
4.Markings
Originalmarkings konnte ich bis auf die Kaliberangabe am Magazin keine entdecken, so gibt es nur ein paar Bilder von Herstellermarkings:



5.Schussleistung
Das Wichtigste immer zum Schluss, der Schusstest. Bevor ich aber dazu komme will ich noch etwas genauer auf das HopUp und die Stärke der M4A1 Carbine eingehen.
5.1.HopUp
Das HopUp ist ja, gut auf den Bildern zu sehen, von außen einstellbar.
Dreht man die Schraube nach rechts bekommt die Kugel mehr Spin (HopUp), dreht man sie nach links wird das ganze abgeschwächt.
Mit 0,20g BB's bekommt man ohne HopUp eine sehr ballistische Flugbahn, mit HopUp eine traumhaft schöne! Die Kugeln fliegen wie an der Schnur gezogen, machen zwischendrin einen minimalen Bogen nach unten, bevor sie wieder normal weiter fliegen. Klasse!
0,12g Kugeln verfliegen auch ohne HopUp sehr leicht, mit HopUp ganz zu schweigen …
Ich kann bei der ASG keine 0,12g BB's empfehlen, dann lieber ein paar Euro mehr ausgeben für gute 0,20g Kugeln.

5.2.Stärke
Dem leisen Schussgeräusch zu urteilen ist die M4A1 Carbine nicht besonders stark, ein kleines "tock" und das war's.
Trotzdem ist der Abdruck der Kugel noch durch 10 Blätter zu sehen, nicht der Wahnsinn, aber auch nicht schlecht.
5.3.Reichweite
0,20 Gramm BB's kommen ohne HopUp ca. 25 Meter weit. Auf 20m trifft man damit noch "etwas" (ich benutze absichtlich nicht das Wort "Mensch"). Mit HopUp fliegt die Kugel vielleicht etwas instabiler, aber trotzdem schnurgerade bis zu 38 Meter. Auf 30m ist locker noch "etwas" zu treffen.
0,12g Kugeln fliegen ohne HopUp etwas weiter als 0,20g Kugeln, allerdings trifft man "etwas" auf die Entfernung nicht mehr so sicher. Mit HopUp bei 0,12 Gramm BB's kommt man zwar über die 45 Meter, allerdings verfliegen die Kugeln da so stark, dass dieses Ergebnis eigentlich unbrauchbar ist.
5.4.Genauigkeit
Ja und wie genau ist sie jetzt, die M4A1 Carbine? "Look at this":
Geschossen wurde zuerst mit 0,12g BB's auf 5m, Indoor, also ohne Windeinwirkungen.
Geschossen wurde mit optimal eingestelltem HopUp für jede "Gewichtsklasse".

Die roten Punkte markieren hierbei die Einschläge; die blassen ovale das, wohin eigentlich gezielt wurde.
Man merkt schon, dass schon auf 5m die 0,12g Kugeln auch fast ohne HopUp leicht nach oben ziehen. Auf 5m aber noch nicht weiter schlimm.

Die roten Punkte markieren wieder die Einschläge; die blassen ovale wieder das, wohin eigentlich gezielt wurde.
Top! Mehr gibt's da nicht zu sagen.
Jetzt auf 15 Meter, Outdoor, also mit Windeinwirkungen, und da werden schon die anfänglichen kleinen Probleme mit den 0,12g zum Albtraum. So trifft man bei ca. 4 Schuss nur einen auf das ganze DIN A4 Blatt. Deswegen erspare ich mir den Schusstest mit 0,12g auf 15m.
Also geht's gleich weiter zu 0,2g auf 15 Meter:

Man beachte, das ist ein DIN A4 Blatt auf 15 Meter, mit normaler Visierung, ohne Scope, und das hier ist eine Softair! Das sollte man dabei nicht vergessen.
Man trifft also mit 0,20g BB's noch auf 15 Meter ein 10cmx10cm Quadrat, einfach super!
6.Skirm
Ich ließ für dieses Review extra meine M6 zuhause und nahm zu meiner R6 noch die M4A1 Carbine mit ;)
In meinen Ghillie gehüllt, ging's mit dem Ding ab in den nächsten Busch.
Durch das Schüttelmagazin wurde das etwas laut, leider, aber solange man sich mit der ASG nicht zu viel bewegt, oder vorsichtig bewegt, hört man auch nichts.
Und das Ding ist genau, sehr genau. So gibt es so gut wie keine Ausreißer und der erste Schuss auf 20 Meter sitzt so gut wie immer, und durch das leise Schussgeräusch wird man nicht entdeckt.
Um das ganze noch zu optimieren sollte man sich vielleicht ein Scope zulegen und ein anderes Magazin (wenn's denn eins in der Bauart gibt, das kein Schüttelmagazin ist).
Trotzdem: Gut zum Skirm zu gebrauchen.
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