Softair FAQs

Softair FAQs

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Allgemeines

  • Bauteile einer Pistole

Begriffe

  • ABS

    ABS ist ein (synthetisches) Kunststoffgemisch aus reaktionsfähigen Molekülen, die sich zusammenschließen.

    Im einzelnen sind das Acrylnitril, Butadien und Styrol = ABS

    ABS zeichnet sich besonders durch die Schlag- und Kratzfestigkeit aus und kann je nach Gemisch bis zu 100 C° Temperaturen vertragen.

    Also insgesamt ein besonders gut geeigneter günstiger Kunststoff für Softair / Airsoft.

    Allerdings haben sich in den letzten Jahren immer mehr bessere Qualitäten an die Spitze gearbeitet wie z.B. Polymer, auch faserverstärkt.
  • Gearbox

    Hier eine Animation wie eine AEG Gearbox funktioniert.

    (Das Bild stammt von wikipedia, Lizenz siehe hier)

  • Hülsenauswurf

    Der Hülsenauswurf, bzw. das Hülsenauswurffenster ist die Öffnung im Schlitten durch die nach einem Schuss die leere Patronenhülse ausgeworfen wird. (Scharfe Waffe)

    Bei vielen Softair Pistolen ist der Hülsenauswurf nachgebaut und öffnet sich beim spannen und schießen was natürlich sehr realstisch aussieht.

    Ganz wenige Airsoft Pistolen arbeiten auch mit Hülsen in die die BBs einzeln eingesteckt werden und diese Hülsen werden dann auch wie beim scharfen Original ausgeworfen.

    Einige Langwaffen verfügen auch über Hülsen wie z.B. die Umarex SX9.

  • Joule

    Alle unsere Waffen, egal ob Softair, Luftgewehr usw. haben maximal 7,5 Joule. Das ist einfach durch das deutsche Waffengesetz als freie Obergrenze vorgegeben.

    Diesen Wert erreicht noch keine (Standard)-Softair aber dafür fast jedes Luftgewehr.

    Die Angabe bei der Softair im Shop: "Energie max.: 0,5 Joule" dient zur waffenrechtlichen Einordnung.
    Also - alles unter 0,5 Joule kann in dieser Gruppe eingeordnet werden, auch sehr schwache Airsoft die z.B. nur 0,1 Joule haben und diese fallen nicht unter das Waffengesetz, abgesehen vom Führverbot in der Öffentlichkeit.
    Weicht eine unserer angebotenen Softairs deutlich von 0,5 Joule nach unten ab, dann weisen wir in der Artikelbeschreibung darauf hin.

    Bei allen Modellen über 0,5 Joule (ab 18 Jahren), messen wir die Energie und geben sie an.

    Tipp: generell gilt: je billiger eine Softair desto schwächer. Das gilt besonders für die elektrischen Einsteigermodelle die bei ca 0,2 Joule in der Preisklasse um die 60,00 Euro liegen.

    Joule und Mündungsgeschwindigkeit:
    je mehr Joule desto schneller fliegen die BBs.

    Beispiel:
    0,5 Joule mit 0,20g BBs ergeben eine Mündungsgeschwindigkeit von ca. 70,7 m/s,
    benutzt man 0,12g BBs kommt man auf ca. 90m/s.
    Bei 1,0 Joule mit 0,20g BBs kommt man auf ca. 100m/s Mündungsgeschwindigkeit. Usw..

    Joule physikalisch
    hier verwendet für die messbare Energie.
    Der Name, besser gesagt die Einheit, leitet sich von James Prescott Joule ab.
    Z.B.: um die Energie von einem Watt eine Sekunde lang aufzubringen benötigt man 1 Joule Energie.
    Je mehr Joule (Energie), desto stärker die Waffe.

  • Kimme und Korn

    Wir haben hier mal eine Abbildung erstellt die die meist gebrauchten Kimme und Kornarten zeigt.

    In der Regel werden die passend miteinander verbaut, also bei einer Pistole mit einem Perlkorn ist die Kimme eine U-Kimme, ein Balkenkorn passt zur Rechteck-Kimme und ein Dachkorn zur V-Kimme.

  • LowCap, MidCap, HighCap

    Bezeichnungen für das Fassungsvermögen eines Softair Magazins.

    LowCap fasst bis zu ca. 50 BBs
    MidCap fasst bis zu ca. 120 BBs
    HighCap fasst mehr als 120 BBs

    Alles circa Angaben da es natürlich keine festen Normen sind.

    Besonderheiten:
    LowCaps und MidCaps werden befüllt wie ein echtes Magazin. Die Kugeln (BBs) werden von oben einzeln in das Magazin gesteckt.
    Sehr praktisch als Füllhilfe sind sogenannte Speed Loader mit denen man mehrere BBs auf einmal in das Magazin drücken kann. Bei einigen LowCap Magazinen muss man sogar einen Speed Loader benutzen. Zum Beispiel ein G36 LowCap Magazin ohne Hilfsmittel mit der Hand zu befüllen ist kaum möglich.

    Bei HighCap Magazinen werden die BBs über eine Öffnung am Magazin einfach "reingeschüttet".
    Dann muss man das Rädchen auf der Unterseite des Magazins drehen damit die BBs zur Waffe "hochgeschaufelt" werden.
    Es gibt auch HighCap Magazine bei denen seitlich eine Öffnung für Schlüssel angebracht ist mit denen das aufziehen auch schneller geht. Diese Magazine haben aber auch das Rädchen, was auch gut ist, da man den Schlüssel auch verlieren kann...
    Wenige HighCaps haben einen Seilzug eingebaut. Anstelle des Rädchen drehens, zieht man an dem Seilzug und dadurch werden die BBs nach oben transportiert. Geht nochmal schneller.

    Bei Pistolenmagazinen hat man auf Grund der geringen Größe in der Regel LowCaps.
    Allerdings gibt es mehrere Ansätze um die Kapazität zu erhöhen. Zum Beispiel breitere Magazine wie bei der Taurus PT 24/7 in die dann ca. 25 BBs passen.
    Oder eine Art Vorratskammer auf der Rückseite des Magazins in die dann je nach Größe bis zu 100 BBs zwischen gelagert werden können.
    Bei HighCap für Pistolen fällt uns nur das Cyma CM Magazin für die Cyma AEP Pistolen ein.

    Vor- und Nachteile:
    Low- und MidCaps sind lautlos im Vergleich zu HighCaps da dort die BBs im Magazin bei Bewegungen rasseln.
    Das hohe Fassungsvermögen der HighCaps ist natürlich ein Vorteil weil man seltener nachladen muss.
    Bei den meisten HighCap Magazine reichen 20 bis 40 BBs nicht aus um BBs zur Softair zu befördern, da die "Schaufelmechanik" nicht ganz bis zum Magazinboden reicht und natürlich nicht genügend BBs vorhanden sind um bis nach oben zu kommen.

    Fast alle gefüllten Magazine haben eins gemeinsam und es ist kein Fehler: Nimmt man das Magazin aus der Softair fallen 1-4 BBs heraus.
    Ausnahme sind einige G&G Magazine die einen sehr langen BB "Schieber" haben der das herausfallen der BBs recht gut verhindert.

    Zur Vollständigkeit: Schüttelmagazine - hier werden die BBs ähnlich wie beim HighCap in das Magazin geschüttet. Allerdings gibt es keinen Mechanismus um die BBs nun der Softair zuzuführen. Schüttelmagazine sind auf der Oberseite der Softair und die BBs "fallen" oder "rutschen" zur eigentlichen Zuführung zur Waffe.
    Nachteil ist, dass manchmal BBs nicht nachrutschen weil sie sich gegenseitig im Weg sind und dann muss man schütteln damit man weiter schießen kann.
    Z.B. die D93 von Well oder auch die einfachen P90 Modelle und die Mini AEG Gewehre unter 0,08 Joule haben diese Magazine.

    Es gibt auch noch weitere Schüttelmagazine wie z.B. bei der L85A2 Federdruck. Da hat man wie bei einem HighCap Magazin einen Tank in den die BBs geschüttet werden. Dann zieht man auf der Vorderseite die Feder herunter und hält das Magazin um 90 Grad gedreht, also paralell zum Boden und schüttelt. Dadurch fallen die BBs in eigentliche Zuführung für die Softair.

    Videoerklärung. Da es doch immer wieder zu falscher Benutzung kommt haben wir uns ein Video erstellen lassen wo die Magazintypen gut erlärt werden.
    Sie können es direkt hier ansehen:

    LowCap, MidCap, HiCap Magazine(s) -- Usage Guide

    Was sind LowCap, MidCap, HiCap Magazine - Video Erklärung zu Softair Magazinen
  • Picatinny, R.I.S., Weaver

    Standardisierte Schienen Systeme zur Anbringung von Zubehör an Waffen wie Zielfernrohre, Red Dots, Handgriffe, Akkubehälter, usw..

    Die "Schlitze" der Weaver Schienen sind 3,8mm breit und die der Picatinny 5mm.
    Die Breite der Schienen beträgt zwischen 20mm und 23mm.

    Weiterführende Links (englisch)
    Picatinny bei Wikipedia
    Weaver bei Wikipedia
    RIS bei Wikipedia

  • SA - DA - DAO Abzug

    SA - Single Action: Der Single-Action-Abzug (auch Direkt-Abzug geannt) ist das einfachste Abzugssystem. Zuerst muss der Hahn gespannt werden und über den Abzug wird der gespannte Schlagbolzen gelöst - Schuß bricht. Das muss für jeden Schuß wiederholt werden. Z.B. waren die ersten Colt Revolver und Gewehre für Patronenmunition so gebaut. Hat jeder schon mal in den Western Filmen gesehen...

    DA - Double Action: Die Weiterentwicklung des SA Abzuges der zwei Vorgänge (Double Action) auslöst. Durch das krümmen des Abzugs wird der Schlagbolzen gespannt bis der Schuss bricht. Man muss den Hahn also nicht spannen - aber man kann. Wenn man den Hahn vorspannt hat das den Vorteil, dass der Abzugsweg deutlich verkürzt wird und der Abzug auch deutlich weniger Kraft braucht bis der Schuß bricht. Das hilft ein verreissen der Waffe zu verhindern. Bei Revolvern wird durch den DA Abzug zusätzlich noch die Trommel weitergedreht. Die Walther PP von 1929 war die erste Pistole mit Double-Action Abzug. Heute werden die meisten Pistolen mit DA Abzug gebaut.

    DAO - Double Action Only: Beim Double-Action-Only System (DAO) ist ein Vorspannen nicht möglich. Z.B. die bekannte Walther P99 DAO, die hat auch keinen aussenliegenden Hahn.

    Es gibt noch mehr Abzugssysteme, wir beschränken uns hier auf die meist verbauten.

  • Schlittenfang

    Wie es der Name schon sagt wird der Schlitten gefangen.
    Das passiert, sofern die Waffe darüber verfügt, wenn die letzte Kugel verschossen wurde und wieder gespannt wird.
    Technisch formuliert passiert das durch die Magazinfeder, die bei leerem Magazin den Schlittenfanghebel nach dem letzten Schuß nach oben drückt. Dadurch wird der Verschluss (Schlitten) festgehalten.
    Den Schlittenfang entriegelt man mit dem Daumen der Schusshand und der Verschluss gleitet wieder nach vorne.
    Ein Schlittenfang ist ganz praktisch, denn so weiß man sofort wann die Waffe leer ist. Aber nicht nur das...wenn man nun ein volles Magazin wieder einsetzt und den Schlittenfang entriegelt, ist die erste Kugel geladen und die Softair (Waffe) sofort schußbereit.

Softair Waffen - Technik

  • AEG, S-AEG, AEP, EBB

    Kurzfassung: alles elektrisch betriebene Softair Waffen.

    Elektrische Softair Waffen haben immer einen Motor der über einen Akku, in seltenen Fällen auch über Batterien angetrieben wird.

    AEG ist der Oberbegriff und steht für Automatic Electric Gun.

    Bei diesem Begriff bleibt aber genau genommen offen, ob es sich um eine Halb- und/oder Vollautomatische Softair handelt (Semi- Fullauto). In der Regel geht man von beidem aus, da für die Semi-automatischen der Begriff S-AEG benutzt wird.

    S-AEG ist ein Sonderfall da in Deutschland keine vollautomatischen Waffen über 0,5 Joule erlaubt sind.
    Daher werden speziell die elektrischen Softair Gewehre entweder in DE umgebaut oder wie bei den z.B. Chipgesteuerten EFCS Modellen wird gleich Vollautomatik unterbunden.
    Da Softair Waffen unter 0,5 Joule nicht unter das Waffengesetz fallen, dürfen diese auch Vollauto schießen.

    AEP steht für Automatic Electric Pistol - also elektrische Pistolen.
    Einfache elektrische Pistolen werden mit Batterien angetrieben und sind in der Regel mit rund 0,2 Joule entsprechend schwach.
    AEP hat sich in den letzten Jahren aber mehr für die sehr bekannten und ebenso beliebten elektrischen Pistolen die mit Akku angetrieben werden durchgesetzt. Von Double Eagle hört man nicht mehr viel die z.B. die M81 und M84 als AEP Pistolen auf den Markt brachten.
    Dafür hat Cyma in den letzten Jahren Ihr Sortiment stark ausgebaut und die bekanntesten Modelle wie CM 030, CM 126, CM 121 und die neueste CM 127 Phantom in wirklich guter Qualität auf den Markt gebracht.

    EBB steht für Electronic Blow Back.
    Der Begriff wurde jahrelang für elektrische Pistolen mit BlowBack, also mit einem Schlitten der beim Schuss zurück und vor geht, benutzt. Seitdem es auch elektrische Gewehre mit BlowBack (hier bewegt sich der Verschluss zurück und vor) gibt, wird der Begriff nicht mehr so für Pistolen benutzt.

  • Akku Ladezeit Rechner

    Kein rätseln mehr!

    Ohne eine Wissenschaft der verschiedenen Akku-Typen und der Profi-Möglichkeiten mit speziellen Geräten zu machen...
    ...die Akkuladezeit kann man recht genau berechnen.
    Sie können hier ganz einfach die dazu benötigten Werte angeben:

    Akkukapazität mAh x 1,4 : Ladestrom mA
    Die Ladezeit beträgt ca. Stunden.

    Sie können die Werte von Ihrer Ware ablesen.
    Der Wert "mA" sollte auf Ihrem Ladegerät stehen. Es steht für "Milliampere" und zeigt den Ladestrom des Ladegeräts an.
    Der Wert "mAh" steht für "Milliampere-Stunden" und gibt die Ladungsmenge des Akkus an (wo er auch gefunden werden sollte).

    Es ist wichtig zu wissen, dass der Akku nicht überladen werden darf, um den Akku sachgerecht zu handhaben, sowie die Lebensdauer zu erhalten
    Falls Ihr Ladegerät keine automatische Stromabschaltung hat sollten Sie demnach sicherstellen, dass Sie Ihren Akku nach der soeben errechneten Zeit vom Ladegerät trennen.

  • Antriebsarten

    Federdruck: Bei Federduck Waffen wird eine Feder mit der Hand gespannt. Das kann wie bei Pistolen über den Schlitten gemacht werden oder bei Sniper Gewehren über einen Repetierhebel oder bei Pumguns über den Vorderschaft.

    Großer Vorteil ist die immer aktuelle Bereitschaft da man keinen Akku laden muss, usw.. Auch fallen keine zusätzlichen Kosten für Verbrauchsmaterial für den Antrieb an.
    Insgesamt sind Federdruck Waffen auch die günstigsten da die Technik ja nun doch sehr simpel ist.

    Nachteile haben diese Modelle aber auch. Da Softairwaffen originalgetreu nachgebaut werden ist ein Knicklauf ala Luftgwehr ein no go. Mit einem Knicklauf kann man wesentlich stärkere Federn mit der eigenen Muskelkraft spannen, als z.B. über den Repetierhebel den ich beim Spannvorgang zum Körper ziehe. Daher ist die Energie bei Federdruck Gewehren auf ca. 2 Joule begrenzt.
    Bei Pistolen die ich über den Schlitten spanne, ist die Energie nochmals niedriger und liegt i.d.R. bei 0,5 Joule.

    Elektrik: ist zumindest bei Softair Gewehren die meist benutzte Antriebsart. Dank moderner Technik können heutzutage kleine aber sehr starke Motoren mit 30.000 Tausend Umdrehungen gebaut werden. Die sind so klein das sie im Handgriff des Gewehres verbaut werden können.
    Bei elektrischen Softair Gewehren liegt die Energie zwischen 0,08 Joule bis ca. maximal 2 Joule.

    Auch Pistolen profitieren von der Technik. Elektrische Pistolen sind zwar nicht so stark und liegen bei bis zu 0,5 Joule. Aber dafür kann man sehr schnell hinter einander schießen. Auch verfügen die meisten elektrischen Pistolen über einen vollautomatischen Modus. Wir kennen niemanden dem das keinen Spaß macht. Besonders die elektrischen AEP Pistolen sind empfehlenswert.

    Gas: sehr praktische Antriebsart und wird besonders gerne in Pistolen eingesetzt.

    Co2: auch ein Gas aber schon fertig in Kartuschen bereit gestellt.

    HPA: schon lange im Painball Sport ein Standard. Stark komprimierte Luft wird über einen Kompressor in entsprechende Druckflaschen gefüllt und wir zum Antrieb spezieller und noch sehr teuren Waffen benutzt.

  • Hop-Up, BAX, Spin-Up, Shoot-Up

    Hop-Up

    Hop-Up ist eine Technik, die der Softair Kugel beim abfeuern einen leichten Drall von oben gibt. Das passiert über einen Gummi der in den Lauf drückt. Alleine dieser Drall (man könnte es auch "Drehung" oder besser noch "Unterrotation" nennen) verleiht der Kugel bessere - stabilere Flugfähigkeiten als ohne. Die Kugel fliegt insgesamt weiter und mehr in einer geraden Linie. Auch ist die Kugel Windeinflüßen gegenüber weniger anfällig.

    Trotz der offensichtlichen Vorteile darf man nicht vergessen, dass die Kugel mechanisch beeinflusst wird und natürlich Energie verloren geht.
    Auch ist nicht jedes Hop-Up gleich (eingestellt). Wir kennen genug Softairs wo man durch das Hop-Up auf bestimmte BB Gewichte beschränkt ist.

    Fest eingestelltes Hop-Up:
    Ein "gutes" Beispiel ist die Walther P99 Federdruck. Deren fest eingestelltes Hop-up ist zu stark für die mitgelieferten 0,12 Gramm BBs. Diese fliegen nach ca. 5-7 Metern im Bogen nach oben. Bei dieser Pistole sollte man daher schwerere Kugeln mit 0,20 Gramm benutzen.

    In der Regel haben 0,5 Joule Pistolen ein fest eingestelltes Hop-Up ohne Verstellmöglichkeiten. Das funktioniert zusammen mit 0,20 Gramm BBs auch gut.
    Ausnahmen sind die CZ Federdruck Pistolen bei denen das Hop-Up in drei Stufen verstellt werden kann.
    Bei den elektrischen AEP Pistolen lässt sich das Hop-Up sogar stufenlos verstellen.

    Sollte bei Ihrer Hop-Up Softair eine BB zu stark nach oben fliegen, dann benutzen Sie schwerere BBs.

    Einstellbares Hop-Up:
    Bei den meisten hochwertigen Pistolen und Gewehren lässt sich das Hop-Up einstellen.
    Bei Gewehren fast immer bequem von aussen über ein Drehrädchen oder seltener über einen Schieberegler.
    Bei GBB Pistolen liegt das Hop-Up in der Regel unterhalb des Schlittens den man abnehmen muss um das System einstellen zu können.

    Natürlich hängt alles an der Qualität des Hop-Ups. Gute Systeme sind fein einstellbar und auch ausschaltbar. Auch halten sie ihre Einstellung.

    Hier ein Diagram das den Einfluß des Hop-Ups ganz gut veranschaulicht.

    Hop-Up Diagram

    Spin-Up, Shoot-Up ist nichts anderes als Hop-Up. Der Begriff wird z.B. von Umarex und GSG benutzt um möglichen rechtlichen Streitereien aus dem Weg zu gehen.

    BAX

    BAX soll laut Cybergun (3PSA) das Hop-Up System ablösen.

    Zwei Stabilisatoren sollen der Kugel einen stabileren Drall geben.

    Wir konnten bisher keinen erkennbaren Vorteil im Vergleich mit Softairs und einem guten Hop-Up feststellen.

    Zur Veranschaulichung ein Ausschnitt aus einer GSG Information.

    BAX Diagram

Waffen Pflege

  • Pflege & Reinigung einer Softair

    Eine Softair zu pflegen ist nicht aufwendig, aber nötig.
    Je aufwendiger die verwendete Technik ist, desto umfangreicher ist auch die Pflege.

    Generell empfehlen wir auch bei einer ganz neuen Softair den Lauf zu reinigen.
    Sie werden überrascht sein was da teilweise an Verschmutzung raus kommt. Selbst hochwertige und teure Softair sind davon betroffen.

    Softair Pflege
    Das haben wir aus einem neuen Lauf einer KWA M9 rausgeholt.

    Inhalt:

    Lauf und Hop-Up Pflege

    Ziel ist es den Lauf der Softair zu reinigen und danach trocken zu bekommen.
    Ein trockenes Hop-Up in Verbindung mit einem trockenen Lauf ergibt die beste Präzision.

    Hier ist es erst mal egal ob es sich um eine (S-)AEG, GBB, NBB oder Federdruck handelt.

    • Das Hop-Up Gummi, sofern man ran kommt, etwas mit Silikon pflegen und "einziehen" lassen.
    • Wenn man nicht ran kommt, dann einfach Silikonspray in den Lauf sprühen (oder durch den Hülsenauswurf) und die Mündung nach oben zeigen lassen, dann "kriecht" das Silikon bis zum Hop-Up. "Einziehen" lassen.
    • Sofern das Hop-Up einstellbar ist - ganz ausschalten!!!!
    • In das "Nadelöhr" des Reinigungsstabs ein Stück fusselfreien Lappen einfädeln und den Lappen mit Silikonspray besprühen. Das Silikon hilft Ablagerungen zu lösen.
    • Vorsichtig von vorne in den Lauf schieben und dabei drehen, drehen, drehen...
    • Geht es zu schwer, dann weniger Lappen benutzen. Sitzt der Lappen sehr fest, dann nochmal viel Silikonspray nachsprühen und nochmals versuchen.
    • Den ganzen Lauf reinigen und wenn man Richtung Hop-Up kommt GANZ vorsichtig werden damit man das Hop-Up nicht beschädigt.
    • Es hilft wenn man beim reinigen gleichzeitig den Schlitten etwas zurück zieht. (Eine GBB nimmt man vorher nach Bedienungsanleitung auseinander.)
    • Wenn der Schlitten ein offenes Hülsenaufwurffenster hat, ist es ideal, da man von oben in die Softair schauen kann und sieht wie der Reinigungsstab am Hop-Up ankommt.
    • Je nachdem wie viel Ablagerung/Dreck auf dem Lappen rauskommt, Vorgang mit neuem Lappen wiederholen bis der Lappen sauber bleibt.
    • Benutzen Sie kein Waffenöl oder WD40 usw. das greift Dichtungen und Kunststoff an. Nur Silikonspray benutzen.
    • Danach mit einem trockenem Lappen das Silikonspray rausholen und damit den Lauf trocken putzen.
    • Wenn es geht - auch das Hop-Up trocknen, aber vorsichtig!

    Fertig.


    Magazine

    Generell vorab: lassen Sie nie ein Magazin mit BBs längeren Zeitraum gefüllt rum liegen. Die gestauchte Feder wird auf Dauer Kraft verlieren und die BBs nicht mehr nach oben drücken können.
    (Das gilt natürlich nicht für BBs in einem Tank wie bei HighCaps, die können natürlich drin bleiben.)

    Auch bei vielen Magazinen lohnt sich eine Reinigung.
    Geschlossene Magazine wie AEG HighCap, MidCap, LowCap usw. lässt man einfach so wie sie sind, da dort bei normalem Umgang kein Dreck rein kommt.

    Offene Magazine, wie bei vielen Federdruck- oder GBB- Pistolen wo man die Magazinfeder sieht und mit der Hand bewegen kann, sollte man ab und zu etwas reinigen.

    Das einfachste ist, die Magazinfeder ganz herunter ziehen und gleichzeitig mit einem Wattestäbchen in den frei gewordenen Zwischenraum gehen und das innere des Magazins abreiben.
    Auch hier kann man zum besseren lösen des Drecks das Wattestäbchen vorher mit Silikonspray tränken. Danach sollte man aber wie bei der Laufreinigung das restliche Silikon so gut es geht wieder entfernen.

    Das haben wir aus einem neuen Magazin einer KWA M9 GBB rausgeholt.


    Gas und CO2 Magazine

    Auch hier wie oben drüber beschrieben mit einem Wattestäbchen reinigen.

    Besondere Aufmerksamkeit muss man den Dichtungen widmen.
    Bitte lesen Sie sich das gut durch - es ist einfach aber sehr effektiv!

    • Ein bis zwei Tropfen Silikonöl auf den Einfüllstutzen des Magazins geben und dann etwas Gas einfüllen.
      Bei CO2 Magazinen geben Sie den Tropfen auf den Anstechdorn für die Kapsel. Bei manchen CO2 Pistolen kommt man da schlecht ran, dann benutzen Sie entweder Silikonspray mit einer Sprühverlängerung oder geben einen Tropfen Silikonöl auf die Spitze der Kartusche.
      Das wiederholen Sie nach ca. 8-10 Magazinfüllungen mit Gas bzw. neuen Kartuschen.
    • Lassen Sie immer etwas Gas im Magazin, das hilft einen leichten Gegendruck von Innen auf dem Ventil zu haben und drückt gleichzeitig das Silikon auch in feinste Ritzen. Das ist die perfekte Lagerung.
    • Bei CO2 Magazinen sollte die Kapsel nicht unnötig lange im Magazin verbleiben da der Druck auf Dauer die Dichtungsringe beschädigt.
    • Geben sie einen Tropfen Silikonöl auf den O-Ring am Ventil.
    • Sprühen Sie etwas Silikonspray (oder Silikonöl) auf und in die obere Dichtung direkt hinter der BB Zuführung. Drücken Sie danach mehrfach das Hauptventil rein damit sich das Silikon besser verteilen kann. ACHTUNG - es darf kein Gas mehr im Magazin sein sonst bläst es ab.
    • Lassen Sie nie das Gas über das Hauptventil ab, sondern vorsichtig über das Einfüllventil. (Am aller besten ist : schießen Sie es leer ;) )
      wenn es doch über das Hauptventil gemacht wird, kann es den inneren O-Ring verschieben.
      kann den O-Ring einfrieren
      das Ventil beschädigen
    • Gas im Magazin kann sich bei hohen Außentemperaturen bis auf das 3-fache ausdehnen. Beachten Sie das bitte, das ist Stress für O-Ringe und Ventile.
    • Bei CO2 Magazinen sollte man auch Wartungskapseln benutzen. Wir hielten die erst mal für Geldmacherei, aber nach Rücksprache mit dem Hersteller über Sinn und Zweck haben wir die Kapseln intensiver getestet und müssen eingestehen - sehr gute Hilfe. Wir haben teilweise mit nur einer Anwendung undichte, richtig abblasende Waffen, dicht bekommen - ohne Extraarbeit. Wartungskapseln finden Sie bei uns im Shop.

    Auch wenn Sie Gas mit Silikonanteil benutzen, sollten Sie die Reinigung und die Pflege ab und zu durchführen. Bei Gas ohne Silikonanteil pflegen Sie entsprechend öfter.


    Federdruck - Einzelschuss

    • Auch hier kann die sorgfältige Laufreinigung Wunder wirken.
    • Etwas Magazinpflege hilft auch.
    • Sonst empfehlen wir nur noch den Schlitten leichtgängiger zu machen, in dem Sie Silikonspray zwischen Schlitten und Waffenkörper sprühen und mehrfach hin und her bewegen.

    GBBs

    GBBs (Gas Blow Back) brauchen die meiste Pflege. Sie sind schon auf Grund der vielen beweglichen Teilen her, immer gut zu warten.

    Bedenken Sie das bitte auch vor dem Kauf. Ist Ihnen das zu viel Akt, dann greifen Sie vielleicht besser zu einer Gas NBB oder CO2 NBB (None Blow Back).
    Und wir können es nicht oft genug sagen: auch die ganz neue GBB sollte erst mal gereinigt und gepflegt werden!

    Magazine haben wir ja schon oben abgehandelt, jetzt kümmern wir uns um den Rest der Airsoft.

    • Nehmen Sie die GBB nach Bedienungsanleitung auseinander. In der Regel ist das sehr einfach.
    • Laufreinigung ist bei der GBB besonders einfach - siehe oben Laufreinigung und nicht vergessen vorher das Hop-Up auszustellen.
    • Schlitten: hier sind die Gleit-Rillen (die für den BlowBack nötig sind und mit dem Waffenkörper verbunden sind) mit einem Silikonspray getränktem, fusselfreien Lappen oder Wattestäbchen zu reinigen. Wenn Sie nicht so richtig in die Rillen kommen, dann nehmen Sie z.B. einen sehr schmalen Schraubenzieher zu Hilfe um den Sie den Lappen legen.

    Das haben wir aus einem neuen Schlitten einer KWA M9 GBB rausgeholt.

    • Sprühen Sie die beweglichen inneren Teile des Schlittens mit Silikonspray ein und bewegen die Teile mehrfach hin und her damit sich das Silikon besser verteilt. Sie können auch dickflüssigeres Silikonöl benutzen.
    • Damit der Schlitten sich später optimal bewegen kann werden die vorher gereinigten Rillen mit etwas Silikonöl benetzt.
    • Reinigen und ölen Sie entsprechend auch das innere des Waffenkörpers.
    • Vor dem Zusammenbau nicht vergessen das Hop-Up einzustellen sofern es nur von innen einstellbar ist.
    • Zusammenbauen, überflüssiges Silikon abwischen - und wieder Spaß haben.

    NBBs

    NBBs sind die einfachsten Softair Waffen was zumindest die Pflege angeht.

    Ausser der Laufpflege und etwas Magazinpflege ist nichts weiter zu machen.

    • Sollte das Magazin abblasen, dann passiert das fast immer nur am sichtbaren Ventil oben. Mit einem Ventilschlüssel kann man das Ventil rausschrauben, etwas Silikonöl auf den frei gewordenen Dichtungsring tropfen, zuschrauben, fertig.
    • Benutzen Sie auch Wartungskapseln (bei Magazinpflege oben, Details dazu)

    Solch einen Ventil-Schlüssel haben wir uns aus einem preiswerten Schraubenzieher selbst gefräst. Praktischer ist natürlich ein fertiger mit 3 verschiedenen Aufsätzen.