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Softair M4 A1 SOC von BOYI/DBoys

12.09.2012 09:43


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Review Ungültiger Link

Dieses Review wurde geschrieben für: www.softairwelt.de
Review von: MS

Review zur M4 A1 SOC von BOYI/DBoys



Technische Daten (laut softairwelt.de):
Schussleistung: 0.5 Joule (~0.47 Joule)
Gewicht: 2600 Gramm
Farbe: hauptsächlich schwarz, Hauptbody oliv
Länge: 77cm bis 85.5cm
Maßstab: 1-1
Magazinkapazität: ca. 350 BBs
Material: hauptsächlich Metall, ABS
Hersteller: BOYI/DBoys
Hop-Up: Ja, einstellbar
Preis: 139,90€

Inhalt des Reviews:

Verarbeitung
Handling
Schussleistung
Zubehör
Upgrades
Markings
Fazit

Verarbeitung
Anfangs war ich etwas skeptisch, was die Verarbeitung dieser Softair betraf. Immerhin ist es ja keine Classic Army oder Tokyo Marui, sondern eigentlich nur ein „China-Klon“. Dies war auch der Grund, weshalb ich mir zuerst die Well R6-Enhanced kaufen wollte (es musste eine M4 sein^^).



Die wichtigsten Teile wie z.B. Abzug, komplette Gearbox und Hop-Up-System sind aus Metall, wobei die Gearbox sogar 7mm (!) dicke Bearings besitzt. Somit sind die fehleranfälligsten Teile gut verarbeitet.
Auch äußerlich und auch am Plastik sind keinerlei Gussgrate oder sonstiges vorhanden, der Griff fühlt sich sehr gut an. Der Schaft besteht aus hartem ABS und lässt sich in 6 Positionen verschieben, was einem reichliche Möglichkeiten zur Anpassung an verschiedene Situationen gibt.



Wackeln von Teilen ist selbst bei Softairs dieser Kategorie immer ein Manko, wenngleich bei der M4 A1 SOC nur der Schaft und das Carry Handle ETWAS wackeln (so minimal, fällt nicht mal auf). Das Magazin wackelt bei meinem Modell keineswegs. Also die Verarbeitung ist absolut top, ich habe an ihr nichts auszusetzen.



Der vordere Teil des Laufes besteht aus Metall.




Verarbeitung des Magazins
Das Magazin besteht komplett aus Metall, somit wird man auch mit diesem lange Freude haben. Es fasst ca. 350 BBs, das ist Standard bei einem High-Cap.
Leerschüsse kommen bei ausreichend schnellem Drehen des Rädchens keine vor.



Handling
Der Feuerwahlhebel lässt sich leicht verstellen, er ist auch für Linkshänder gut zu erreichen. Das Einstellen des Hop-Ups ist da schon etwas komplizierter, da zum Öffnen der Abdeckung, unter der sich das Zahnrad zum Einstellen befindet, erst ein Hebel unter der Kimme nach hinten gezogen werden muss (ähnlich wie das Repetieren bei einem Federdruck-Snipergewehr). Dann aber lässt sich das Hop-Up leicht verstellen, der Hebel zum Öffnen der Abdeckung, die Abdeckung selbst und die Hop-Up-Unit bestehen aus Metall.
Bei der echten Waffe ist dort, wo hier das Hop-Up ist, der Hülsenauswurf.




Die Visierung geht dank des großen Korns leicht von der Hand, die Kimme lässt sich vertikal und horizontal verstellen, wobei das Rad für die horizontale Verstellung etwas schwer zu drehen ist. Die normale Kimme kann man umklappen, um über eine Kimme mit kleinerem Loch zielen zu können.
Das Zielen mit der normalen Kimme (kurze Distanzen).




Das Zielen mit der Kimme mit kleinerem Loch (weitere Distanzen).




Das Gewicht der Softair ist, wie ich finde, genau richtig bemessen, weder zu leicht, noch zu schwer. Den Knopf für den Magazinauswurf erreicht man gut, jedoch haben Linkshänder hier einige Schwierigkeiten.
Die einzige wirkliche Schwierigkeit ist das Einlegen des Akkus im Carry Handle. Hat man die Akkuabdeckung erstmal abmontiert, dauert es die ersten Male oft lange, bis man sie wieder montiert hat.
Mein Tipp: Nicht beide Abdeckungen abmontierten, wenn ja, darauf achten, dass bei der Montage beide Abdeckungen wieder richtig montiert werden.



Schussleistung
Die Softair ist mit ihren 0.47 Joule stark genug, um selbst Objekte in größerer Entfernung leicht treffen zu können. Jedoch sollte man das Visier zuvor einstellen, da meines nach der Ankunft des Gewehrs total verstellt war.
Von einem Schusstest halte ich nicht besonders viel, da es doch mit jeder Softair möglich sein sollte, ein Ziel in 10m Entfernung (weiter gehen die meisten Schusstests nicht) problemlos treffen zu können. Somit bin ich der Meinung, dass Schusstests, wenn überhaupt, nur etwas über die Qualität des Schützen aussagen. Nur soviel: Die Softair ist stark, präzise und erreicht die angegebenen 50m Reichweite.
Wer dennoch viel von Schusstests hält, hier ein Foto:




Es wurde beide Male stehend geschossen, beide Male mit der präziseren Kimme. Vorher habe ich natürlich die Visierung mithilfe eines Laserpointers genau eingestellt. Ich verschoss 5 Schuss (0.2g) einmal auf 5m, dann auf 10m. Man sieht die Genauigkeit dieser Softair.

Zubehör
Mitgeliefert werden Akku (1100 mAh, 8.4V), Ladegerät, Reinigungsstab (für verstopfte Softairs/Ladehemmungen), 3-Point-Tactical-Sling (Tragegurt) und etwa 250 0.2g BBs von BOYI/DBoys.
Akku und Ladegerät sind gut, wobei das Ladegerät einen relativ hohen Energieoutput von 450mA hat. Zum Reinigungsstab kann ich nicht viel sagen, da meine Softair zum Glück noch nie verstopft war.
Der Tragegurt allerdings ist ausnahmsweise mal SEHR hochwertig, beide Karabiner sind aus Metall und reißfest ist der Stoff auch. Somit kann man ihn ohne Bedenken mit dieser Softair verwenden.




Upgrades
Da es sich bei diesem Gewehr um eine M4 handelt, sind einem in Bezug Upgrades keine Grenzen gesetzt. Noch dazu ist dieses Gewehr ein „Klon“ von Tokyo Marui und somit voll Tokyo Marui – kompatibel.



Unter dem Tragegriff (abmontierbar mit zwei Schrauben) befindet sich eine Weaver-Schiene aus Metall, auf der man zum Beispiel Zielfernrohre oder Red-Dots montieren kann. Achtung! Bei der Montage von Zielfernrohren oder Red-Dots unbedingt eine hohe Montage verwenden (z.B. die hohen Montageringe oder die hohe Montage für M4 von Tokyo Marui), da sonst das hohe Korn unter Umständen im Weg ist!

Markings
Markings sind fast gar keine vorhanden. Das COLT-Logo sucht man vergeblich und von BOYI steht auf der Softair nur die Sicherheitswarnung oben.



Energy cal.6mm BB



Feuerwahlmarkings
SAFE/SEMI/AUTO

Sicherheitswarnung von BOYI



Das einzige „echte“ DBoys-Marking befindet sich gar nicht auf der Softair, sondern auf der Unterseite des mitgelieferten Magazins:



DBOYS AIRSOFT PARTS AND ACCESSORIES

Also wenn man sich eine Softair mit möglichst vielen Lizenzen und Markings kaufen will, ist man mit der M4 A1 SOC von BOYI nicht gut bedient.

Fazit
Ich empfehle diese Softair nicht nur Anfängern, sondern auch fortgeschrittenen Benutzern von Softguns. Viele mögen sich vielleicht denken: „Das ist doch ein China-Klon und kommt an die Qualität von Tokyo Marui und Co. nicht heran.“
Dem kann ich nicht zustimmen, da die M4 A1 SOC von BOYI in Qualität und Leistung eindeutig punkten kann. BOYI produzierte einst qualitativ minderwertige Softairs, aber das änderte sich mit diesem Modell.
Die M4 A1 SOC von BOYI/DBoys ist meiner Meinung nach (ich habe auch SEHR viel im Internet recherchiert) eine der besten AEGs in dieser Preisklasse.

Pros:
+ top Verarbeitung
+ gute Schussleistung
+ Upgrademöglichkeiten
+ Zubehör
+ Handling

Cons:
- sehr wenige wackelnde Teile
- Einlegen des Akkus gewöhnungsbedürftig
- wenige Markings

Dieses Review darf nur mit meiner (MS) Erlaubnis veröffentlicht, zitiert, kopiert, verändert oder weiterverwendet werden!