1) Beweggründe zum Kauf
Eine Zielhilfe zu kaufen fand ich anfangs doch recht sinnlos. Die Reichweite einer SoftAir(<0,5J),
die Präzision und die zusätzlichen Kosten
haben mich immer abgeschreckt.
Doch mit Erhalt der UMP von Double Eagle
habe ich schnell feststellen müssen, dass Kraft
und Präzision nicht schlecht sein müssen bei den “ab 14“ SoftAirs. Nun gehört das eingebaute Ironsight
(Kimme Korn) der UMP eher zu den höherwertigen,
doch ist man merklich langsamer als die Konkurrenz,
die ggf. ein Scope oder Ähnliches nutzt.
Warum denn gerade das Top Point II ?
Die Konkurrenz ist groß und es gibt viel Auswahl in der
Preisklasse >50€. Es war das Design des RedDot und die laut anderen Reviews sehr gute Verarbeitung die mich
hat sicher werden lassen.
2) Bestellung
Bestellt wurde per Vorkasse bei Softairwelt.de.
Am Montag wurde die Überweisung bei der Bank
abgegeben und Mittwoch kam die Versand-Bestätigung via Email. Donnerstag war es dann so weit.
3) Auspacken
Geliefert wurde in einem Paket, gefüllt mit dem
Rest der Bestellung und ein paar Fluppies (diese
Schaumstoffdinger zum Polstern der Ware).
Das eigentliche RedDot und Zubehör war in zwei
Styroporschalen verpackt. Drumherum war dann noch die
Papphülle von Walther mit dem Namen des RedDot
und dem beiliegendem Zubehör. Soweit ganz nett,
was ich jedoch sehr verwunderte war die
Tatsache, dass die Packungsdeckel total verstaubt war,
was aller Wahrscheinlichkeit aber nicht an Walther sondern
an der Lagerung von Softairwelt liegt. (Anmerkung von softairwelt: stimmt, wir bauten gerade massiv um, Wände rausreissen, etc., aber das ist erledigt und alles wieder sauber ;))
4) Lieferumfang
Wer nur innere Werte schätzt, der dürfte vom Top Point II
leicht enttäuscht werden. Lediglich ein kleiner Inbus, ein
Schutz für die Linsen und eine Bedienungsanleitung waren
mit an Bord.
5) Bedienung
Das Anschrauben an der RIS Schiene gestaltete sich,
wie nicht anders zu erwarten, recht einfach. Selbst das
Justieren ging schnell von statten und war innerhalb
10 Minuten fertig mit der Montage wie dem Einstellen.
Dafür muss man die Schutzkappen abdrehen und mit
einem Schraubendreher den Punkt nach oben/unten bzw.
rechts/links verschieben. Hier wäre es wohl besser
gewesen wenn dies per Hand zu verstellen wäre. Würde
einiges an Zeit und Fummelei sparen.
Doch wenn es dann einmal richtig eingestellt wurde,
man die Schutzkappen wieder raufgeschraubt und die
Befestigungsschrauben an der RIS Schiene angezogen hat,
ist es so gut wie unmöglich es unabsichtlich zu verstellen.
Gezielt wird mit dem Punkt als Kimme übers Korn.
Dies hat den Vorteil, dass man um einiges schneller und
vor allem genauer schießen kann als mit einer üblichen
Kimme.
Tagsüber sollte man die Helligkeit, die von 0-11 zu regeln
ist auf 8-11 stellen, da sonst der Vorteil des schneller
Zielen verloren geht und man mit der Suche nach dem
rotem Punkt wertvolle Zeit verliert. Jedoch kann ein zu hell eingestelltes RedDot blenden und man verliert so an Genauigkeit.
Bei Dämmerung würde ich die Stufen 3-8 empfehlen.
Wenn es dann noch etwas dunkler wird, dann würde ich es ausschalten, da man bei fehlender Sonne das Korn nicht mehr
erkennt.
Die Schutzkappen würde ich bei einem Skirm abmachen,
da diese die sonst sehr klare Sicht leicht trüben. Der leichte
Blaustich, den man erhält wenn man durch das Top Point II
guckt, hilft beim Zielen in der Dämmerung, die rote Schicht
auf dem vorderen Glas soll vor spiegelnder Sonne schützen.
Über das Design lässt sich streiten. Ich finde es sehr gelungen
und bin der Ansicht, dass es so gut wie jede Waffe optisch
mehr als nur aufpeppt. Doch das ist nur meine subjektive
Meinung.
6) Maße, Gewicht, Präzision
Das 190 Gramm schwere RedDot misst 11cm in der Länge.
An der breitesten Stelle sind es 8cm, sonst 4,5cm.
Wie vorhin schon gesagt, ist man mit jedem höherwertigem
RedDot einem normalen IronSight weit überlegen.
Ich treffe nun auf 20m bei Windstille in einen Kreis mit
einem Radius von 1m. Vorher waren es locker mal 2-3m.
Die zusätzlich benötigte Zeit zum Zielen nicht mit einberechnet.
Die sehr hohe Genauigkeit wird durch die sehr feine
(aber umständliche) Justierung erreicht. Wenn dann noch
die Waffe mitmacht, steht dem Snipen nichts mehr im weg.
7) Fazit
Ich bin begeistert! Verarbeitung, Optik und praktischer
Nutzen hat meine hohen Erwartungen vollkommen
erfüllt. Mein Rat: Kauft euch ein RedDot. Ob nun
gerade das Top Point II oder ein anderes, ist euch überlassen. Doch wer auf Qualität und Funktionalität achtet,
dem kann ich dieses RedDot mit reinem Gewissen empfehlen.
Hier noch eine kleine Pro/Kontra Auflistung:
+Verarbeitung (fast alles Metall)
+Einstellungsmöglichkeiten (11 Helligkeitmodi
feine Justierung)
+Optik (ICH finde sie klasse)
+Funktionalität (RedDots >50€ allgemein)
+Preis/Leistung (trotz hohem Preis kriegt man viel
fürs Geld)
-Preis (mit ca 65€ so teuer wie eine gute Einsteiger
AEG)
-Fummelige Justierung mit Schraubendreher
Hoffe euch hat mein kleines Review gefallen und hilft euch bei eurer Entscheidung. Bei Fragen wendet euch ruhig an mich, ich antworte
zu 100%. Entweder per Mail an philipp.philipp1@gmx.de oder via
ICQ an 337083167.
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